Stefan Ochs Wettermail - So 05.02. 21:22
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Hallo,
am Dienstag erreicht uns eine Warmfront aus Osten. Ihr folgt ein Schwall etwas weniger kalter Luft, die ursprünglich vom Schwarzen Meer stammt. Jedoch findet dieses Milderung vor allem in höheren Luftschichten statt, so steigen die Temperaturen in 1000 m Höhe von -16 Grad am Dienstag auf -6 Grad am Mittwoch. Im Regnitztal werden am Dienstag maximal -8 und am Mittwoch -3 Grad erreicht. Eine nachfolgende Kaltfront überquert uns in der Nacht zum Freitag. Sie drückt die Temperatur wieder und zwar in 1000 m auf -12 Grad und die Höchsttemperaturen im Regnitztal auf -5 Grad.
Die Nacht von Samstag auf Sonntag war mit einer Tiefsttemperatur von -20,7 Grad die bisher kälteste(*) und die Wettermodelle erwarten sogar eher noch eine leichte Frostverschärfung, so dass am heiteren Montag nur noch maximal -8 Grad erreicht werden und es in der Nacht zum Montag und wahrscheinlich auch noch einmal in der Nacht zum Dienstag wieder unter -20 Grad gehen kann. Der Nordostwind weht schwach, gelegentlich auch mäßig.
Am Dienstag ist es stark bewölkt mit gelegentlichem, leichtem Schneefall. Voraussichtlich 1-3 cm Neuschnee. Erneut nur bis maximal -8 Grad. Der Nordostwind weht mäßig, in Böen sogar frisch stark (Beaufort 5-6). Es kommt zu Schneeverwehungen, die sich wegen der nur geringen Neuschneemengen aber nicht hoch auftürmen.
Am Mittwoch ist es heiter bis wolkig ohne Schneefall. Der Nordostwind bleibt mäßig mit frischen bis starken Böen. Maximal werden -3 Grad erreicht.
Am Donnerstag zunächst so ähnlich wie am Mittwoch, am Abend und in der Nacht zum Freitag überquert uns dann aber aus Osten eine Kaltfront mit leichten Schneefällen (etwa 3 cm), so dass wir nachfolgend ab Freitag bei den Höchsttemperaturen wieder in den Bereich um -5 Grad abrutschen.
Wetterochs
(*) Der etwas mysteriöse Effekte des vorübergehenden Temperaturanstiegs, der in den frühen Morgenstunden des Samstag in Bamberg beobachtet wurde, hat sich am Sonntag nicht wiederholt. Nach der Auswertung der Daten weiterer Wetterstationen ist die Theorie, dass es sich nur um etwas mildere Luft aus der Bamberger Innenstadt handelte, die am frühen Samstagmorgen nach Süden zur Wetterstation zog, widerlegt. An den Stationen in Köslau, Memmelsdorf und Mittelehrenbach wurde derselbe Effekt beobachtet und zwar von Nordwest nach Südost fortschreitend. Alleine schon der leicht auffrischende Wind kann bei einer solchen Wetterlage dazu führen, dass die sehr kalte und trockene Luftschicht direkt über dem Boden mit darüber liegender, etwas milderer und feuchterer Luft vermischt wird. Im vorliegenden Fall könnten auch zusätzlich Luftmassen aus Unterfranken beteiligt gewesen sein, wo in der Nacht zum Samstag generell deutlich höhere Temperaturen und Taupunkte verzeichnet wurden als bei uns.